Gemeinsam in Bewegung: Vielfalt erleben, Unterschiede nutzen

Zweiter Erfahrungsaustausch „Gesunde und fitte Jugendfeuerwehr“ in Andernach

Zum zweiten Mal hatten die Kinder- und Jugendfeuerwehr Rheinland-Pfalz und die Unfallkasse Rheinland-Pfalz zum Erfahrungsaustausch „Gesunde und fitte Jugendfeuerwehr“ nach Andernach eingeladen. Unter dem Motto „Gemeinsam in Bewegung – Vielfalt erleben, Unterschiede nutzen“ kamen engagierte Betreuerinnen und Betreuer aus dem ganzen Land zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen und praktische Methoden für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen auszutauschen.

Aktuelle Informationen aus beiden Organisationen

Der Tag startete mit einem kompakten Überblick über Neuigkeiten aus der Kinder- und Jugendfeuerwehr Rheinland-Pfalz. Landesjugendfeuerwehrwart Dirk Ströder und Bildungsreferent Bernd Loch stellten unter anderem die laufende Eingliederung der Bambini-Feuerwehren vor und erläuterten die Hintergründe der Namensänderung zur „Kinder- und Jugendfeuerwehr Rheinland-Pfalz“. Zudem präsentierten sie aktuelle Projekte wie die Jugendfeuerwehr-App, neue Seminarangebote, die Jugendsammelwoche sowie Fördermöglichkeiten über die Jugendförderung des Landes.

Auch die Unfallkasse Rheinland-Pfalz brachte wichtige Impulse ein. Christian Sowieja gab einen Einblick in das Themenfeld „Sport und Bewegung in der Jugendfeuerwehr“ und stellte hilfreiche Materialien, Präventionsangebote und Seminare vor, die Feuerwehren bei der sicheren Gestaltung ihrer Aktivitäten unterstützen.

Das MIO-Modell – Vielfalt als Chance

Ein besonderer Schwerpunkt des Tages lag auf dem MIO-Modell, das Julian Mädrich von der Unfallkasse Rheinland-Pfalz vorstellte. Das Konzept basiert auf drei Bausteinen: „M“ wie „Modifikation“, „I“ wie „Individuelle Aufgabenanpassung“ und „O“ wie „Offene Aufgaben“. Ursprünglich für den schulischen Kontext entwickelt, dient das Modell dazu, Lerninhalte flexibel an unterschiedliche Voraussetzungen anzupassen. Mädrich zeigte, wie gut sich dieses Prinzip auf die Kinder- und Jugendfeuerwehr übertragen lässt – gerade da, wo Gruppen oft sehr heterogen sind.

Im direkten Praxistransfer wurde das Modell anhand des beliebten Wurfspiels „Kubb“ erlebbar. Durch veränderte Regeln, variable Schwierigkeitsgrade und offene Aufgabenstellungen konnten die Teilnehmenden ausprobieren, wie leicht sich das Spiel an Alter, Erfahrung und körperliche Voraussetzungen anpassen lässt. Das Ergebnis: mehr Motivation, mehr Beteiligung und ein sicherer Rahmen für alle.

Bewegungsspiele in der Praxis

Nach der Mittagspause ging es in die Sporthalle, wo die beiden Sportwissenschaftler der Unfallkasse weitere Bewegungsspiele vorstellten – darunter „Ecke-Linie-Platz“, „Einbahnstraße“, „Vierling“ und „Würfel-Fix“. Gemeinsam wurde erarbeitet, wie sich diese Spiele mithilfe des MIO-Modells für jede Gruppe passend gestalten lassen.

Die Rückmeldungen am Ende des Tages waren eindeutig: Bewegungsspiele bieten viel Potenzial für die Kinder- und Jugendfeuerwehr. Sie fördern nicht nur Fitness und Koordination, sondern stärken Teamgeist, Kommunikation und das soziale Miteinander.

Bericht:   Unfallkasse Rheinland-Pfalz                    Bilder:   Kinder- und Jugendfeuerwehr Rheinland-Pfalz

Ankündigung: Jugendsammelwoche 23.04.-02.05.2026

Die Jugendsammelwoche findet in diesem Jahr vom 23. April bis 2. Mai 2026 statt. Sie bietet eine hervorragende Gelegenheit, die Jugendfeuerwehr vor Ort sichtbar zu machen und gleichzeitig Spendengelder für Aktionen, Projekte und geplante Freizeitaktivitäten zu sammeln.

Als anerkannter Jugendverband sammelt die Jugendfeuerwehr dabei traditionell den größten Anteil:
In den vergangenen zehn Jahren kamen über 1,2 Millionen Euro allein durch Angehörige der Jugendfeuerwehren zusammen. Davon verblieben rund 600.000 Euro direkt bei den sammelnden Jugendfeuerwehren, da 50 % der Spendeneinnahmen vor Ort bleiben.

Weitere Informationen erhaltet Ihr gerne direkt bei uns oder online unter www.jugendsammelwoche.de.
Über die Website ist auch die Anmeldung zur Sammlung möglich.

Wir freuen uns über Eure Unterstützung!

Edeka-Aktion: Blumenwiesen anlegen für Kinder- und Jugendfeuerwehren

Auf einer Blumenwiese aus einheimischen Blumen ist immer etwas los. Denn Honigbienen, Wildbienen, Hummeln, Schmetterlingen und Raupen bietet das bunte Blumenmeer die notwendige Nahrung. 

Auch die Menschen profitieren davon, denn die Insekten bestäuben Obstbäume und Gemüsepflanzen. Aber auch andere Tiere wie Amphibien, Igel und Vögel freuen sich. Denn sie brauchen Insekten zum Überleben. 

Eine Blumenwiese anlegen ist deshalb mehrfach wichtig und trägt zur Artenvielfalt bei.

Daher unterstützt EDEKA Südwest Kinder-und Jugendfeuerwehren in Rheinland-Pfalz beim Anlegen einer Blumenwiese und stellt Saatgut zu Verfügung.

Das Saatgut wird nach Eingang der Anfragen so lange verteilt, bis es aufgebraucht ist.

Pro 2 m² Blühfläche werden 2g Saatgut in kleinen Samentüten an die Teilnehmer versendet.

Dabei gilt: Wer zuerst mitmacht, sät zuerst!

 

So funktioniert‘s:

1.      Das Vorhaben mit der Wehrführung/-leitung besprechen und Platz für die Blumenwiese am eigenen Feuerwehrgelände erkunden.

2.      Bis zum 08.03.2026 an der Aktion teilnehmen. EDEKA Südwest unterstützt euch bei Eurem Vorhaben mit heimischen Saatgut.

3.      Anleitung zum Anlegen einer Blumenwiese auf www.zukunftleben.de/gemeinschaft-leben/ehrenamt/bluehwiesen-anlegen-fuer-feuerwehren/ herunterladen und anschauen.

4.      Los geht‘s: Blumenwiese für Wildbienen, Schmetterlinge und Co. anlegen.